Besser spät als nie
22. August 2008 11:35, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Da ruf ich grad meine Mails ab und sehe mich doch glatt gezwungen noch einen Eintrag schreiben, obwohl ich mich seit mittlerweile einem Monat wieder in Deutschland durchfüttern lasse.
Erinnert ihr euch an meinen Horrorflug in der Karibik?
Es ist erstaunlich. Nein, unglaublich. Aber ich habe eine Antwort auf meine Beschwerde bekommen. Wer Lesefaul ist, muss nur die Anrede lesen. Das reicht eigentlich. Oh man...
Dear Mr. Simpson,
Thank you for your patience while we investigated your claim. Please accept our sincere apology for any inconvenience that you may have experienced due to the delayed departure of flight LI 521 on February 17th, 2008.
We would like to take this opportunity to advise you that while we use our best efforts to transport passengers with reasonable dispatch and to adhere to published schedules in effect on the date of travel; we may have to change flight times, often for reasons beyond our control. Consequently times shown in timetables cannot be guaranteed. This information can be further reviewed on our website www.liatairlines.com under Conditions of Contract section 9.1.
We would also like to take the time to acknowledge the poor level of customer service that you indicated you received from our flight attendant while you attempted to explain the extensive inconvenience that you had already experienced. We appreciate letters that provide us with feedback. It is letters like yours that are used to improve the efficiency and the overall performance of our customer service.
However we realize that this caused a major disruption in your journey and as a form of compensation we would like to offer you a voucher for future travel on LIAT Airlines in the amount of $100.00USD. Please note that this voucher is non-transferable, non-endorsable and cannot be redeemed for cash at anytime.
If you would like to take advantage of this offer please contact our Customer Relations Department at least (3) weeks before your requested date of travel.
We do value you as our customer and we hope that despite this experience we will be given the opportunity to welcome you aboard LIAT Airlines in the near future.
Regards,
Diana Cameron
Customer Relations
Lebenszeichen
03. August 2008 10:36, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (3) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Ich lebe noch. Warum sollte ich das auch nicht?! Also unbestätigten Gerüchten zufolge bin ich in der letzten Woche dem sogenannten Bungee Fever erlegen. Das ist nur zu 1/3 richtig. Erstens muss ich hoffnungsvollen Berichten über mein vorzeitiges Ableben scharf widersprechen. Ich bleib euch weiterhin erhalten, hähä. Wer hat da geseufzt??? Zweitens wär ich wenn überhaupt im Falle eines Falles an Dengue Fever zugrunde gegangen. Denn ja, DAS hatte ich tatsächlich. Und hatte das Vergnügen, mich mit thailändischen Krankenhausgepflogenheiten vertraut zu machen. Furchtbar. Tränenreiches Mitleid ist mehr als nur angebracht. Es gab nur englisches Fernsehen! Die Behandlungszimmer sind mit Mahagoni ausgeschlagen!! Morgens wurde ich von nicht weniger als DREI thailändischen Krankenschwestern in der Ausbildung geduscht!!! Die haben ihre Kutten dabei angelassen!!!! SKANDAL!!!!!! Ich konnte übrigens nicht in Erfahrung bringen, ob eine davon in zwei Monaten nach Köln, Frankfurt UND Manchester fliegt, um ihre Ausbildung fortzusetzen...
Natürlich hab ich die ganze Zeit gelacht. Dengue Fever... Haut doch nen Kerl wie mich nicht um *hust*. Oben rechts im Bild: ich glaub ja, das ist eine Eigenurininfusion. Wenn ich die Sprache auf gelbe Flüssigkeit in meine Adern zu lenken suchte, sprach plötzlich niemand mehr englisch... Asiatische Heilmethoden...
So ne Krankheit hat ja vor allem den Nachteil, dass sie einen ein Weilchen am Bett festnagelt. Was hier ganz tolles Timing war, denn nach ungefähr sechs Monaten des einsamen Reisens, führte das Schicksal ja ausgerechnet jetzt Tim und mich endlich zusammen.
Welch fröhliches Wiedersehen unter welch glücklichen Umständen
Tja, EIGENTLICH wollten wir ja zusammen noch eine Woche den Urwald umgraben. Der Urwald hat aber die unangenehme Eigenschaft, dass er voller Moskitos ist. Und die wiederrum haben nix besseres zu tun, als Dengue Fieber an unschuldige Touristen weiterzugeben. Und eine Zweitinfektion mit Dengue... Naja, lest halt den Artikel oben. Jedenfalls hatte sich dieser Ausflug damit erledigt und der Herr Hilden und ich haben nur noch einen Tag Bangkok unsicher gemacht.
In Bangkok kann man eigentlich nur essen,
Links: Doppelbigmac im Maximenu: 3 Euro. Rechts: Sticky Rice. Wer kommt auf die Idee, in Kokosmilch gekochten Reis mit Röstzwiebeln und braunem Zucker zu servieren?? Wenn man den instinktiven Würgereflex überwunden hat, schmeckt das eigentlich ziemlich gut...
Tempel besichtigen und ähm Thailänderinnen intimer kennenlernen. Ist bestimmt nur Zufall, dass soviele 45jährige, dickbäuchige Weisse mit niedlichen, 1.55m großen Thailänderinnen in den Wurstfingern umher rennen. Die haben sich halt einfach bei einer unschuldigen Thai-Massage kennen und lieben gelernt. Ja, ganz bestimmt!! Da Tim und ich aber durchaus noch Hoffnung auf europäische Weibchen haben, haben wir unsere Zeit den Tempeln gewidmet. Denn davon gibt's wahrlich mehr als genug...
Spannend, gelle :)? Ich hör ja schon auf. Ein ganzer Tag der Wiedersehensfreude. Da mussten Tim und ich uns doch erstmal was gönnen. Also ab ins teuerste und edelste Hotel Bangkoks: das Oriental. Zwei Cocktails, Getränke und Essen auf deren Terrasse direkt am Fluss für unfassbare 16 Euro. Macht einen ja arm...
Naja. Und danach gings auch schon wieder auseinander. Für Tim nach Chiang Mai (was mir ja jetzt verwehrt bleibt *schluchz*), für mich zum Flughafen. Drei Stunden Flugverspätung konnten mich auch nicht mehr aufhalten und sooo.... BIN ICH WIEDER ZUHAUSE! Wer hat da geseufzt???
Das war also mein letzter Eintrag hier. Kommt etwas plötzlich, find ich auch. Scheiss Dengue Fever. Naja. Ich hab jetzt 34985734856 Fotos zu sortieren. Und vielleicht zeig ich die ja auch dem ein oder anderen mal. WER HAT DA GESEUFZT???
Wem jetzt droht, langweilig zu werden, der guckt ab jetzt einfach beim Herrn Hilden vorbei:
http://allyourbasearebelongtous.followmysteps.de
Danke fürs Lesen! Ich hoffe es war nicht zu langweilig... Freue mich, euch alle wiederzusehen! In diesem Sinne:
Machts gut, sonst machts keiner.
Marterpfahrt
24. Juli 2008 01:37, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (2) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Tach!
Wenn euch die langen Ladezeiten auf den Wecker gehen, solltet ihr auf den Titel (hier oben drueber, das dicke "Marterpfahrt) des aktuellen Blogs klicken – dann oeffnet sich NUR dieser Blog und es gibt weniger Fotos zu laden.
Wie ihr ja alle wisst, gings fuer uns von Malaysia dann schliesslich nach Thailand. 12h im Zug. Und keine Schlafwagen mehr. Und keine 1. Klasse mehr. SOLCHES Reisen werd ich nicht vermissen, wenn ich wieder zuhause bin. Immerhin war der Grenzuebergang schmerzfrei. Fuer mich jedenfalls. Christians Fall dauerte eine Viertelstunde und involvierte irgendeinen hochrangigen Grenzbeamten. Kriegt man schon immer so'n bisschen schweissnasse Haende :). Naja, Christian und ich versuessten uns dann die Zugfahrt mit spotbilligem Bier. Das betaeubte auch die nach einer Stunde auf der Sitzbank einsetzenden erheblichen Schmerzen im Ar.....
Und eigentlich sollten HIER ein paar Fotos aus dem Zug hin. Aber die sind irgendwie weg....
Naja, wie ihr ja ebenfalls schon mitbekommen habt, war die erste Thailandstation Ko Tao.
Yet another paradise island. Aber deutlich ueberentwickelter als die vertraeumten malayischen Inseln. Ko Tao ist die Tauchschulenfabrik: Rund 100 Tauchschulen konkurrieren um hunderte von Backpackern, die auch auf wundersame Weise (sieben von acht Backpackern laufen mit dem Lonely Planet Travel Guide in der Hand rum) von den billigen Preisen auf Ko Tao gehoert haben. Auch jetzt noch cool, aber so nach dem Abi waer Ko Tao (ich kenn ja zwei Leute, die sich damals den Mund fusselig geredet haben, nach Thailand zu fliegen, aber die weniger abenteuerlustigen unter uns nicht ueberzeugen konnten *g) ein Traum gewesen: sooviele blutjunge Backpacker sorgen fuer hunderte sich gegenseitig in Style ueberbietende Bars und Restaurants, von denen viele so nah am Wasser gebaut sind, dass man beim Essen (ooohh SOO gutes Essen) seine Fuesse im (32C warmen) Wasser baden kann. Australiens Strandszene kann nix dagegen. Hab dummerweise an beiden Abenden meine Kamera im fuer den Preis hervorragenden Hotel (fuenf Euro die Nacht -> zwei fuchzig pro Person, war ja noch immer mit Christian unterwegs) vergessen. Deshalb keine Beweisfotos :(.
Mein letzter Strandurlaub fuer diese Reise... Komisches Gefuehl. Die Aussicht auf eine moerderische Tour von vier Stunden Boot, zwei Stunden Warten und zehn Stunden Bus machten mir das gehen am Ende auch nicht leichter.
Mit mehr Raendern als Augen und Wackelpudding statt Knochen kam ich endlich in meiner Zwischenstation Bangkok (im naechsten oder uebernaechsten Blog) an. Blieb nicht lange und trat seufzend den Viehtransport nach Kambodscha an. Genauer gesagt zu den Tempeln von Angkor Wat. Weltkulturerbe und eine Tempelstadt von gigantomanischen Ausmassen. Und so aufregend anzugucken, dass viele, viele Backpacker die strapatzenreiche Tour ueber den Landweg auf sich nehmen, um den teuren Flug zu sparen. So auch ich. Und es war der Horror.
Es wurde ja langsam Zeit, dass ich endlich mal wieder nach Strich und Faden verarscht werde. Der Lonely Planet haette mich davor gewarnt, wie mir ein deutsches Paerchen HINTER der Grenze zu verstehen gab. Aber nein, ICH musste ja mal einen anderen Reisefuehrer ausprobieren. Wobei... das Paerchen ist TROTZDEM reingefallen :). Naja, also folgendes: fuer Kambodscha braucht man ein Visa. Das ist selbstverstaendlich reine Abzocke, weils viel Geld kostet. Soviel wie 20 Mittagessen, naemlich 20 Dollar. Ueberhaupt wird die Landeswaehrung Riel weitgehend ignoriert: Geldautomaten geben Dollar aus, thailaendische Baht werden ueberall genommen, man kommt super aus. Mein Reisefuehrer sagte mir, dass das Visa direkt an der Grenze zu haben ist. Nach der langen, aber vergleichsweise ertraeglichen Busfahrt dahin, schnappte ich mir ein Tuk Tuk (beziehungsweise wurde reingezwungen)
und musste erstmal zum Fotomann. Das Geruecht, dass ich fuer das Visum ein Passfoto brauchen wuerde, hatte ich natuerlich nicht geglaubt. Aber nicht weiter tragisch, die unfassbar grausamen Passfotos gabs fuer umgerechnet 2 Euro. Mein Tuk Tuk setze mich anschliessend an einer kleinen, von jungen Thais umlagerten Holz-Bar-Huette ab. Bevor ich wusste, wie mir geschieht, hatte ich ein Einreiseformular in der Hand und man plauderte auf mich ein: klar koennen die alle sieben Woerter Deutsch und muessen Dir das ALLE gleichzeitig beweisen. 1200 Baht wuerde das Visum kosten und man wuerde mich gerne zum Konsulat um die Ecke bringen. 24 Euro?? Das ist ein bisschen mehr als 20 Dollar. Also schob ich das Formular von mir und sagte in dem festen Ton, den man dutzende Male bei endlosen Verhandlungen trainiert hat, dass das nicht stimme. Es koste 20 Dollar. Mein Reisefuehrer sage das, fragen sie? Dummerweise hielt ich den in der Hand. Der sei veraltet, sagen sie. Das musste ich eingestehen, er ist drei Jahre alt. Bisher hat das nicht weiter gestoert... Nein, ich wuerde es nicht glauben, sage ich und stehe auf. Waer ja meine Sache, sagen sie. Aber wenn ich ohne das Visum an Grenzschalter ankaeme wuerde es teuer – die Erklaerung klang halbwegs plausibel: die Grenzstation ist auf Kamodschanianischen Boden. Wenn ich da also erstmal drauf bin, darf ich ohne Einreisestempel nicht mehr raus. Deshalb wuerden die dann einen Tuk Tuk Fahrer mit meinem Pass zum Konsulat auf der thailaendischen Seite schicken, und DER wuerde dann richtig unverschaemt viel Geld verlangen. Clever. Soo clever. Also hab ich mich zum Konsulat fahren lassen. 1200 Baht bezahlt. Den Thais 100 Baht fuer ihre Muehen gegeben. Im thailaendischen Ausreisebuero hing dann tatsaechlich ein Schild: die Visa-on-spot Prozedur auf der kambodianistischen Seite sei bis auf weiteres ausgesetzt. Ist das dreist? Denn das Schild ist schlicht und ergreifend gelogen. Und es haengt in der Amtsstube! Naja... Erstaunlich allerdings, wie lange man sich ueber sowas aergern kann.
Der Grenzuebergang dann ein Schock: aus dem vergleichsweise zivilisierten Thailand mit ordentlichen Strassen und bunten Steinhaeusern in das:
Naja und was passiert eigentlich immer, wenn ich ein neues Land betrete? Richtig. Es regnet. Und jetzt weiss ich auch, was Monsoon heisst...
Zusammen mit dem deutschen Paerchen und einer reisenden Malayin trotzten wir den auf uns einlabernden Busticketverkaeufern und fuehrten zaehe Verhandlungen mit den oertlichen “Taxifahrern”. Das sind die diejenigen wenigen welchen, die ein Auto haben und damit ihren Lebensunterhalt verdienen.
Die Fahrt nach Angkor war dann dank Regen einermassen lustig. Warum? Na seht euch das mal an...
Und ich muss durch den Monsoon, hinter die Welt...
Ruecksicht ist hier ein Fremdwort. Der Taxifahrer ist wildhupend gefahren wie ein Bescheuerter. Wir haben soviele arme Muetterchen mit ihren drei Kindern auf ihrem Mofa vollstaendig klitschnass gemacht, dass ich nicht mehr an Versehen geglaubt habe.
Die Stadt Siem Reap neben den Ruinen ist keine Erwaehnung wert. Eine typische Touristenstadt, die ihr Stadtbild komplett dem ankommenden Massen angepasst hat. Aber das ganz nett. Gute Bars und Restaurants und unendlich viele Hotels in allen Preislagen.
Wenn man denn nach Angkor Wat will (und das wollen sie schliesslich alle), mietet man sich im allgemeinen ein Tuk Tuk fuer den ganzen Tag. So auch ich. Und bei sovielen Tempeln kann man tatsaechlich den GANZEN lieben langen Tag damit verbringen, von Tempel zu Tempel zu gurken. Das Hauptproblem daran ist, dass man ungefaehr siebenhundertausend Fotos schiesst, die sich alle irgendwie aehneln. Das Aussortieren hat zwei Stunden gedauert... Und so sieht's da aus:
Wenn das keine perfekte Stelle fuer einen Sonnenaufgang ist. Findet der Rest der Stadt auch – morgens leeren sich alle Hotels und eine endlose Schlange von Tuk Tuks waelzt sich Richtung Angkor Wat. Nicht einfach Bilder ohne irgendwelche Koepfe zu schiessen.
Manche der Tempel werden heute noch (wieder, wohl eher) benutzt.
Der Hauptunterschied zu den Maya Ruinen: in Tikal ist man besonders stolz auf seinen einen Tempel mit ein paar Inschriften oder Verziehrungen. In Angkor ist alles bedeckt damit
Die Hauptattraktion
Wenn das mal nicht obszoen ist...
Es geht auch extravaganter als mit dem Tuk Tuk
Kleine Tempelauswahl. Davon gibts massenhaft...
Ich finds immer genial, wie die Natur sich einfach zuruecknimmt, was ihr mal gehoerte
Und wie immer in der Maus, gibts auch ein paar Tierfotos:
Soo, das sind ja mal n Haufen Fotos... Viel Spass!
Denn mal bis alldieweil!
Backe backe Kuchen
15. Juli 2008 05:52, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Hab mir gerade einen unfassbar genialen Vanille-Banane Pancake geholt. Und zwar hier.
Geile Show, suendhaft lecker und es wurde ueberraschenderweise niemand getoetet. War seine 60 cent absolut wert.......
Endzeitstimmung
13. Juli 2008 21:42, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Moin, moin!
Heute will ich euch mal zwei alte Bekannte von mir vorstellen: den Urwald und den Traumstrand. Wie, laaangweilig :)?
Lasst mich doch erstmal erzaehlen. Also von Kuala Lumpur gings mit dem Bus ueberraschend problemlos direkt ins Herz Malaysias, wo irgendwelche geschaeftstuechtigen Leute mit Visionen vor ein paar Tausend Jahren einen ziemlich schicken Regenwald hingepflanzt haben. Deren Nachfahren haben dann vor ein paar wenigen Jahren einfach mal das Geruecht in die Welt gesetzt, es handele sich um den aeltesten Regenwald der Welt. Und so fahren jetzt jeden Tag ein paar Dutzend verrueckte Touristen mit grossen Holzkanus drei Stunden lang ueber fluessigen Schlamm,
In Costa Rica waren es noch 3cm Wassertiefe. Hier 3cm zwischen Wasser und Bordkante. Wenn der lustige Gesell am Steuer ein bisschen lachen wollte, ist er einfach eine etwas engere Kurve gefahren – 10 kreischende und triefend nasse Chinesinnen waren der Muehe Lohn. Geruechten zufolge geht nie Gepaeck verloren. Is klar, genau wie in Heathrow
um sich in billigen Absteigen mit den abgefahrensten Sanitaeranlagen Malaysias ein paar unheilbare Krankheiten zu holen. Oder im alternativen (am anderen Flussufer gelegenen) Ressort arm zu werden (120 Euro/Nacht bei landesdurchschnittlichen 4 Euro/Nacht). Viel aermer kann ICH eigentlich nicht mehr werden – aber in der ersten Nacht musste ich aus Bettenmangel tatsaechlich eine der gehobeneren Unterkuenfte nehmen. Horrende acht Euro die Nacht. Mit eigenem.... Bad....
Da bekommt das Wort Nasszelle eine ganz neue Bedeutung
Dann war Ende mit dem... Luxus... und ich habe die ueberlaufenden Toiletten (was ist eigentlich Klopapier?!) und wild wuchernden Duschen mit den anderen teilen muessen. Die anderen. Das waren Spinnen, Geckos, Termiten, Spinnen, Ratten, Mosquitos, Kakerlaken, Tausend-, Hundertfuessler und Spinnen. Um nur einige zu nennen. Wir hatten viel Spass, die und ich.
Naja. Dafuer war man halt mitten im Regenwald.
Und da einem ausser Wandern irgendwie nicht viel uebrig bleibt, hab ich das dann notgedrungen auch getan. Ich weiss, ihr wisst langsam, wie Urwald aussieht. Aber der war schon schick...
Ist uebrigens ziemlich warm da. Und feucht. Da kommt man mit in jedem seiner etwas knappen T-Shirt Ausruestung (vier, derzeit) schonmal ins Schwitzen. Waschen? Kein Thema. Trocknen? Traeum weiter... Aber als wenn's da drauf ankaem...
Ein paar lustige Tierchen waren da auch wieder unterwegs...
Links: Mahlzeit! Rechts: einmal beherzt zugegriffen, um mich hochzuziehen – 100 Tote an der Termitenseilbahn und eine Hand voll verfluessigter Termiten und deren im Angesicht des sicheren Todes noch herzhaft zubeissenden Kiefer. Lecker.
Lustige Tierchen. Man hoert ja allerlei Geruechte von anderen Backpackern, wenn man so durch die Gegend reist. Und irgendwer hat mir denn auch erzaehlt, dass man Blutegel mit Salz oder Feuerzeug loswird. Wie man aber ein Dutzend Blutegel loswird, die in einer hoellen Geschwindigkeit Deinen Fuss hochklettern und sich wilden Tret- und Reibmanoevern mit dem anderen Fuss (der ebenfalls invadiert wird) gegenueber recht gleichgueltig zeigen...das hat mir wieder keine Sau gesagt. UND AUCH NICHT, WIE TOTAAAL CREEPY diese Viecher sind!!
Dem ein oder anderen mag weiter oben meine kurze Hose aufgefallen sein (und sich ueber die touristenmaessig hochgezerrten Socken totgelacht haben). Klar hatte man mich gewarnt. Aber es ist doch so warm... Und wenn man in seinem Leben noch nie von blutsaugenden Regenwuermern gejagt wurde... Jedenfalls wart ich gelaeutert und schwitze ab jetzt in der lange Hose. Und mit der Hose in den Socken waer ich jawohl im Ku'Dorf nicht weiter aufgefallen.
Man sieht das behaemmert aus... Aber haelt die Beine egelfrei. Und nein, es hat nicht geregnet.
Einigermassen lustig war, als ich ein paar Maedels im Wald begegnete. Die hatten zwar den Hosentrick gehoert und beherzigt, glaubten aber mangels Sichtung der kopflaufenden Tentakel noch immer an einen einheimischen Running Gag fuer die bloeden Touristen. Bis ich vorschlug, doch mal die Rille zwischen Hose und Socke zu erkunden. Von cool und unglaeubig zu hysterisch kreischend, fuchtelnd und zappelnd wie auf Ecstasy in ca. 0.3 Sekunden. Beeindruckend :). Als ich nach fuenf Minuten fertig war mit Lachen, konnte ich auch die verlangte Wegauskunft geben. Aber wenn Blicke toeten koennten... Versteh einer Frauen, als wenn ICH die Viecher persoenlich zwischen Socke und Hose gesteckt haette!
Ich war jedenfalls froh, als ich wieder in die Zivilisation entlassen wurde. Und zur Belohnung gings dann mal wieder an ein paar Traumstraende. Ist ja schliesslich schon ein Weilchen her... Was soll ich zu den Pulau Perhentians sagen? Mein Reisefuehrer sagt: “two textbook paradise islands”. Dem moechte ich nicht widersprechen...
Auf dem Weg dahin hab ich mir Christian angelacht
und bin ihn bis heute nicht losgeworden. Ein schrecklicher Mensch. Wird Unternehmensberater bei McKinsey ab November. Das sagt jawohl alles...
Schreibe diese Zeilen denn schon in Thailand. Auf dem naechsten Paradieseiland :). Aber auch meinem letzten... Drei Wochen noch. Die Zeit fliegt.
Heute ist nicht aller Tage, ich schreib wieder, keine Frage.
Nach Haauuuse telefonieren
12. Juli 2008 17:50, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Kurze Info vor dem naechsten Blog: hab mal wieder ne Prepaid Karte gekauft, hier in Thailand.
Nummer ist +66876327435
Tschooee
Gluecksspiele
04. Juli 2008 11:49, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (15) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Was fuer ein unglaublicher Tag... Aber bevor ich davon erzaehle, muss ich euch erstmal mit Sonne, Strand, Tauchen und Trauminseln langweilen :).
Denn ich war auf Tioman. Und Tioman ist ein super Beispiel fuer Mund zu Ohr Beatmung: ohne in Belize am Flughafen mit Sonja gequatscht zu haben, waere dieser Geheimtip wohl an mir vorbeigegangen. Und dabei hat Sonja noch ihren Flug verpasst gehabt... Aber man gewoehnt sich an solche Zufaelle, wenn man sechs Monate backpacked (man denke nur an Nathan in den USA...). Glueck gehabt.
Tioman liegt uebrigens in Malaysia. Und Singapur nicht. So ne lange Reise bringt ja auch ne Lernkurve mit sich – Grenzuebergaenge treiben mir irgendwie den Scheiss auf die Stirn. Also bin ich schooen frueh aufgestanden in Singapur, um vor den Massen am Schlagbaum zu sein. Aber die Massen war'n schon da, es hat sie keiner drum gebeten. Hab ich schonmal erwaehnt, dass ich super im Schlangewaehlen bin? Das funktioniert bei mir ungefaehr so gut wie Roulettespielen. Naemlich gar nicht. Nicht ohne Stolz kann ich mittlerweile von mir behaupten, Geduld bis zum Mond zu haben. Wer in Guatemala auf Busse wartet, hat die Wahl zwischen Gleichgueltigkeit oder Klapse. Aber wenn in den Schlangen rechts und links von Dir die Leute aus Deinem Bus bei 40C und 99% Luftfeuchtigkeit aus dem Blickfeld verschwinden und dann noch der Ami vor Dir so sehr damit beschaeftigt ist, Dich vollzulabern, dass er nicht merkt, wie UNSERE Schlange so unauffaellig wie Steffi beim Scotland Yard Cheaten an ihm und seinen drei Koffern und zwei Surfbrettern vorbeigeht – dann faellt es schon schwer nicht wenigstens ein kleines bisschen Amok zu laufen.
Naja. Nach unbedeutenden 3.5h hatte ich meinen Stempel im Pass und folgte den Schildern “Bas, Jahor Bahru”. Solange, bis ich durch ein Drehkreuz ging. Klar, dass sich das nur in eine Richtung dreht, wenn ich feststelle, dass die Busse alle zwei Etagen weiter oben sind und mich und Malaysia 2km schattenfreies Nomansland trennen. Pech gehabt. Naja, denk ich, haet ja auch schlimmer kommen koennen. Und ich laechelte, schwitzte wie ne Sau und war froh. Und es kam schlimmer. Meine Schlangenwahl war erneut worst-case: Erst diskutiert der Grenzbatzi 16 Minuten mit zwei Indern ueber ihre Visa, dann verweigert er mir die Einreise. Germany? Hat er noch nie gehoert... Da muss er erstmal seinen Chef fragen – und weg war er. Nach weiteren 10 Minuten hatte man Dschaermani dann offensichtlich auf ner Landkarte gefunden, ich durfte rein. Ich wuerd auch keine Europaer in mein Land lassen, da kann ja jeder kommen.
Egaaal, weiter gehts. Gelber oder roter Bus – zwei Busgesellschaften machen den ganzen Tag nix anderes, als zwischen Johar Bahru und Singapur hin- und herzufahren. Fuer ein Appel und kein Ei, natuerlich. Wie es sich zeigte, faehrt der eine Bus alle 10 Minuten, der andere nicht. Dreimal duerft ihr raten, fuer welchen ich ein Ticket hatte. Pech. So eine Erkenntnis gewinnt man natuerlich nicht von jetzt auf gleich – als mich das Taxi schliesslich zur Busstation brachte, fuhr der Bus nach Tioman gerade weg. Nachdem ich die Taxifahrt, den zertretenden Muelleimer und drei Strafzettel wegen lauten Fluchens bezahlt hatte, troestete mich das BigMac Menu fuer 1.50 Euro ein wenig ueber die 2.5 Stunden Wartezeit hinweg.
Schlaeft sich super, unter so nem Mckes Tisch. Malaysia ist das Land der Katzen. Und wenn ich mich hier auch sehr oft an Mittelamerika erinnert fuehle – dort wurden die Hunde getreten und gepruegelt. Die Katzen hier hat jeder lieb. Glueck fuer sie.
Aber Ente gut, alles gut: der Bus fuhr schliesslich und hatte nur 40 Minuten Verspaetung!! Die letzte Faehre nach Tioman hat ich mir eh schon lange abgeschminkt. Und waer vor Unglauben beinahe eingekerkert worden (Malaysia ist seehr glaeubig) – die Faehre hat auf uns gewartet!! So ein Glueck...
Jetzt wird alles gut. Dachte ich. Bis die Faehre am zweiten Bootsteg – drei Stege vor MEINEM – ploetzlich komische Geraeusche machte. Neben pech und fuenf Schnorchlern braucht man auch rund anderthalb Stunden um ein Seil aus der Schiffsschraube zu befreien.
Aber dann war ich da. So richtig und wahrhaftig. Und die Kueche hatte auch noch auf. Hab mir erstmal richtig was gegoennt: indisches Brot mit Currysosse, gegrillter Kalmar, Apfelpfannkuchen mit Vanilleeis, drei Bier. Hab mich fast geschaemt, als die Rechnung kam. Acht Euro... Man goennt sich ja sonst nix.
Sieht ganz schoen nackt aus, soviel Text. Machen wir's bunter. Und das mir niemand anfaengt zu weinen da drueben :).
Am Ampfang: nettes kleines Holzhuettchen mit Bad fuer 10 Euro inkl. Fruehstueck. Warum faehrt man eigentlich noch in die Tuerkei?? Das letzte: Und tauchen war ich auch. Tagesausflug fuer 40 Euro. Vergleich einer das mal mit Australien... Die Tauchgaenge waren aber auch nicht soooo schick, aber der einsame Strand fuers Mittagessen schon :)
Sieht nicht nur nett aus, ist es auch. Auch wenn das Meer mit 28C nicht so richtig erfrischend ist bei 33C Aussentemperatur. Ausserdem ist die Luftfeuchtigkeit SO hoch, dass man nie weiss, ob man eigentlich schon imer Wasser oder noch am Strand ist.
Wenn man sich von meinem Ressort aus 15 Minuten lang durch diesen Regenwald kaempft
(und mach das mal, frustriert und betrunken, mitten in der Nacht nach dem Deutschlandspiel. Nicht nur Pech... :( ), kommt man zur Belohnung in ein echt idyllisches Doerfchen. Wo alles unfassbar billig ist. Und einen niemand nervt. Wo es keine Strassen gibt, Kindern einen gruessen und Katzen Fische im Brunnen jagen.
Und wenn man Glueck hat, auf dem Weg nicht von einem Mofa ueberfahren wurde und beschwingt weitergeht, kommt man schliesslich in das naechste Dorf. Und wird von schierem Grauen ergriffen.
Koennt ihr euch vorstellen, WIE GROSS diese “Strandpromenade” wird? Seht ihr auch vor eurem inneren Auge schon haessliche Megabauten mit 2000 Zimmern, mit Prospekten wedelnde Einheimische (“looki heere my friend”) und Kreuzfahrtschiffe? Nein? Ich ward ja auch noch nicht in der Karibik... Das hier
wird dann uebrigens fuer den Megabau plattgemacht. Und das schlimmste ist: ich wette, die Einheimischen freuts! Klar, das gibt Geld, vertreibt die Langeweile, schafft Arbeitsplaetze. Fuer fuenf Jahre ist bestimmt alles super. Und dann fangen sie an, die Touristen zu hassen. Wenn sie erkennen, dass es in ihrem Leben nix anderes mehr gibt. Genau, wie in der Karibik. Hoffentlich behalte ich unrecht... Und hoffentlich bleibt Air Batang (MEIN Dorf auf Tioman) davon unbeeindruckt. Sicher...
Meine Zeit versuesst haben mir uebrigens Tina, Tanja, Isabelle und Alice, die mit mir das Faehrenschicksal, diverse Essen und die Deutschlandtrauer geteilt haben. Viele Gruesse ihr vier!! Mit Tina hab ich mich dann noch in den Regenwald gewagt. Das Ziel, der Wasserfall, war dummerweise zwecks Trinkwasserversorgung von einem Betonbecken eingefasst worden. Naja. Aber immerhin ein, zwei Begegnungen mit der Tierwelt haben wir gemacht.
Und bei jedem der 345890345 Geckos hat Tina lustige Geraeusche in extrem hohen Frequenzbaendern von sich gegeben. Wenn ich jetzt Ohrenkrebs habe, schick ich die Rechnung, Tina ;).
Soviel zu Tioman. Und wer jetzt noch nicht genug gelesen hat, hat es sicher beim Anblick der naechsten dreihundert Zeilen Text. Lest weiter. Ich verspreche, es lohnt sich.
Das liegt allerdings nicht an Kuala Lumpur. Deswegen halte ich das kurz. Nach Singapur geradezu beruhigend dreckig (ausserhalb der City), erinnert mich KL wirklich ganz massiv an Staedte in Mittelamerika. Die Gebaeude, Baustile, stickige Luft, Bettler, Muell, Busstation... Und verstehen tu ich hier auch nix :). Aber dreimal duerft ihr raten, wie das Wetter war, als ich hier ankam...
Jaja. Ich habs ja nicht anders verdient. Das da im Nebel sind uebrigens die Petronas Tower vom Fernsehturm aus gesehen lol. Naja, hier ist ein besseres Foto. Nur halt nicht von mir.
Mal so, mal so, mal so. Kuala Lumpur hat auch (wie Singapur) viele verschiedene Gesichter. Aber wo sie in Singapur noch alle huebsch waren, nur anders, kann man das hier nicht grad behaupten...
Malaysia ist fussballverrueckt. Sehr sympathisch. Und auf Tioman haben auch alle fuer Dschoermenni gehalten! Das andere ist wohl der groesste Indoorvergnuegungspark der Welt. Schon lustig, so ne Achterbahn mitten durchs Einkaufszentrum
Alles gut und schoen. Aber wo ist jetzt irgendwas, was das Weiterlesen motivieren sollte. Okay. Klicke er/sie auf 'weiter'...
Cola clever kaufen bei KLuc (Kuala Lumpur Cosmopolitan Hostel)
02. Juli 2008 07:57, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (3) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Absoluter Minusrekord: Cola light fuer 24 Eurocent.
Mehr morgen oder uebermorgen.
A fine city
29. Juni 2008 04:35, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
UPDATE: Ich hab grad erfahren, dass der sms Empfang hier ein Heidengeld kostet. Na super... Wuerde euch also bitten, sms nur zu schicken, wenn's sehr wichtig ist. Der Internetzugang dagegen ist echt billig, also lieber per Mail, wenn's nen Tag Zeit hat.
Danke!!
Endlich raus aus dem kalten, grauen Australien. Zum Abflug erstmal protesthalber in shorts, Sandalen und T-Shirt aufgelaufen. Klar, dass es bei der Landung in Singapur in Stroemen regnet. Auf mir lastet ein Fluch. Everywhere you gooo, you always take the weather with you...
Singapur is a fine city. Some examples:
Chewing gum 500$ (Kaugummi kauen)
Littering 200$ (Abfall nicht im Muelleimer deponieren)
Yaw crossing 150$ (Strasse 50m entfernt von Ampel / Zebrastreifen ueberqueren)
Eat / Drink on Metro 200$ (Essen / Trinken in der U-Bahn)
...
zusammen mit den Hundertschaften an Heinzelmaennchen, die jedes einzelne Laubblaettchen von der Strasse und aus dem Fluss auflesen macht das Singapur auffaellig sauber. Nein, vielmehr klinisch rein. Selbst in den bienenstockartigen Food Courts,
in denen man tagsueber schonmal das Atmen einstellen muss, um nicht saemtliche Geruchsnerven auszubrennen, wird jeden Abend alles blitzblank geschrubbt.
Singapur. Das ist vor allem eine waahnsinns Vielfalt: Hindus, Muslime, Buddhisten, Maoisten, Christen.
Da haben die damals nicht nur die Kirche im Dorf gelassen... Ganz Rechts: Es ist nicht zu leugnen – der Osten hat ein Neonaziproblem
Schuhe aus, Schultern und Knie bedecken – sonst geht hier nix rein oder raus
Moderne, Tradition, Kitsch, Kolonialismus, arm, reich, Tourismus, Einheimische, Alltag, Luxus.
Chinesen, Inder, Araber...
Chinatown, Little India, Arab quarter
mir hat's saugut gefallen. Egal, wonach einem der Sinn steht: zu Tode shoppen, edel / billigst und reichlich essen gehen, Strand, Park... Singapur hat es alles! Und wirkt dabei angenehm selten kuenstlich (sieht man von der krassen Sauberkeit ab). Es geht eigentlich kaum dialektischer (schizophrener?!):
Alt und neu, modern und traditionell
kranke Sachen essen in Chinatown fuer 1.50 Euro, Flusskrabben oder Hummer in Boats Quay fuer 40 Euro. Coke light im Supermarkt fuer 30 cents, Bierchen (oder was die gelbe Fluessigkeit auch immer war...) zum Fussball fuer 9 Euro.
Jaa, so gehoert sich das. Danke Singapur!
Und weil die Stadt allein schon sooviel zu zeigen hat, bin ich eigentlich auch einfach nur vier Tage mit grossen Augen kreuz und quer durch selbige spaziert.
Links: Das ist doch wohl eindeutig der Batman – Wayne – Tower, oder?? Rechts: Haet ich davon mal eins gefunden – Tiger Beer ist mal echt grausam
Ausser am letzten Tag. Da hab ich mich nach Setosa begeben. Setosa ist eine kleine Insel vor Singapur, die vorsichtshalber mal in einen hoechst unbescheidenen Vergnuegungspark umgewandelt wurde. Teilweise haart an der Grenze des ertraeglichen in Sachen Kitsch ist der Sandhaufen aber insgesamt ganz cool gelungen. Das beste aber uebrigens ist: es ist waaarrmmm (und hat nach meinem Willkommen-Herr-Durth-hier-ist-wieder-ihr-bester-Freund-der-Regen-Gruss auch nicht wieder geregnet)!! Juhu! Fuehlt sich an wie das Oeffnen einer Spuelmaschine unmittelbar nach dem Trockengang. Aber was macht das schon, wenn man aus dem schweinekalten Melbourne kommt? Das beste an Setosa ist der Strand:
Heeeiisss. 32C, perverso krasse Luftfeuchtigkeit und nicht der Hauch eines Windstosses.
*Ploepp* mir sind die Augen ausgefallen: da haben doch tatsaechlich einige chinesische Singapuristen richtig gut Beachvolleyball gespielt. Und sie haben mich auch noch mitspielen lassen. Und weil's halt Chinesen waren, war ich zum ersten (und garantiert auch zum letzten Mal...) tatsaechlich der GROESSTE beim beachen!!! Ein traumhaftes Gefuehl so beim schmettern von oben herab in das schmerzverzerrte Gesicht des Gegners zu gucken.... *seufz*
Das zweitbeste ist der Weg zum Strand. Setosa ist ein Berg. Und der Strand liegt auf der Singapur abgelegenen Seite (womit man im Endeffekt im (Ab-)Wasser des zweitgroessten Binnenhafen der Welt schwimmt...). Ergo muss man ueber den Berg rueber. Rauf ist auch ganz einfach, da gibts naemlich zweihundert Meter Rolltreppe. Mitten durch den Wald. Ganz witzig soweit, aber nix gegen den Abgang. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es IRGENDWEN gibt, der nicht die unfassbar laecherlichen 10$ investiert und ernsthaft den Trampelpfad nach unten nimmt, wenn er auch in einer Kreuzung aus Schlitten und Seifenkiste die Betonserpentinen runterfahren kann!!
So sieht eine Goldgrube aus....
Klar, dass das keine Sau nur einmal macht (ausser armen Backpackern), wenn's dann auch noch nen Skilift gibt. Und das Ding ist kein Kinderkram: hoellenschnell (der Achtjaehrige vor mir hat sich ueberschlagen, nachdem er beim Versuch, nicht aus der Kurve zu fliegen sein Bein rausgestreckt hat......) und dicke Gummiringe um die Karren (wie beim Autoscooter) schreien nach Cliquenduellen an jedem verdammten Strandtag. Was fuer eine Gaudi. Was fuer eine Geldmaschine...
Naaja. Mittlerweile bin ich in Malaysia. Aber das ist eine andere (unendliche) Geschichte. Die gibts beim naechsten Sandmaennchen.
Machtet jot!
Probleme wo mit der Kommunizikationierung
24. Juni 2008 22:21, geschrieben von durthi, Kategorien [ Allgemein ][ (0) Kommentare ] | [ (0) Trackbacks ]
Moin!
Bin heil in Singapore angekommen. Klar, dass es regnet. Ist ja immer und ueberall so, wo ich hinkomme. Bei 30C macht das allerdings nicht soooviel aus. Die Luft ist wie bei einem schweren Sommergewitter in Deutschland, mir gefaellts.
Man merkt, dass ich mich China naehere. Oder dass ich in einer ehemaligen britischen Kolonie bin. Jedenfalls kann ich meinen Blog wiedermal nur durch technische Tricks erreichen (VPN). WENN das Internet denn dann ueberhaupt funktioniert. Hoffentlich kommt der angeblich kontaktierte Techniker VOR dem Deutschlandspiel.
Uuund: weil Vodafone ziemlich aggressiv versucht hat, singaporianische Mobilfunkanbieter zu uebernehmen sind die jetzt beleidigt. Und bieten kein Roaming fuer Vodafone an. What the fu......??? Jedenfalls funktioniert deshalb meine Australien SIM nicht und ich bin so bis auf weiteres NUR auf meiner deutschen Handynummer zu erreichen!
Bis spaeta, SCHLAND!!




